AMAZON BOYKOTT Fieber Part 7

Ein Rückblick mit Ausblick
Es läuft!
Die Presse berichtet weiterhin und mittlerweile auch darüber, daß Kunden Ihre Amazon Konten löschen.
Der Paritätische Wohlfahrtsverband – Gesamtverband e.V. ebenso wie der CH. SCHROER Verlag verzichtet zukünftig auf eine Zusammenarbeit mit Amazon.
Amazon löscht fleissig die kritischen Kommentare auf seiner Facebook Seite, aber die Beschwerden wollen einfach nicht aufhören.
Die Politiker geben Ihren Senf dazu, aber ändern werden die mich Sicherheit nichts an den miserablen Arbeitsbedingungen bei Amazon, denn die haben das durch die Gesetze doch erst ermöglicht, und auch die Arge wird weiterhin Ihre Kunden zu Amazon senden.
Die Seite hat 1800 „gefällt mir“ Angaben, 2921 Menschen unterhalten sich darüber, und die Statistik gibt eine wöchentliche Reichweite von 28.126 an, das ist so unglaublich, damit habe ich niemals gerechnet.
Man warnte mich davor, dass die Seite womöglich von Facebook ohne Vorwarnung gelöscht werden könnte, also dokumentiere ich nun die Entwicklung der Seite, den Vorsicht ist bekanntlich die Mutter der Porzellankiste.
Es gibt noch eine andere stark frequentierte Facebook Seite, die bereits am Mittag VOR Ausstrahlung der Reportage erschaffen wurde, das allein hat schon –finde ich- ein mehr als merkwürdiges „Geschmäckle“, und wenn ich richtig recherchiert habe ist es eine Art „Tochterseite“ einer anderen Facebook Seite mit korrespondierendem Blog dazu, wozu man dann noch eine zusätzliche Seite benötigt, verstärkt dieses „Geschmäckl“ noch ein wenig mehr, und mit so etwas möchte ich nicht zusammenarbeiten, denn das ist für mich nicht authentisch.
Manchmal ist das Seitenmanagement etwas stressig, denn ich möchte keine Hetze gegen die beteiligten Firmen, keine Beleidigungen und provozierende Trolle auf der Seite haben, denn das bringt rein gar nichts, außer ggf. noch Ärger obendrauf, so bleibt mir nichts anderes übrig als solche Menschen zu verbannen, und abends die Seite so zu verändern, daß wenn ich diese nicht beaufsichtigen kann, auch niemand posten kann.
Die Reportage ist zusammengefasst, die Pressemitteilungen und Pressestimmen sind verglichen, die beteiligten Firmen ebenso wie die Hoteliers analysiert, und ich bin gespannt, ob und wann Amazon endlich etwas ändert.
Vielleicht dauert es noch etwas, aber ich bin zuversichtlich, denn bei Brent Spar knickte Shell nach einiger Zeit auch ein.
GEGEN das „Erpressungsinstrument“ der befristeten Arbeitsverträge!
BEFRISTETE MITARBEITER = UNBEFRISTETER BOYKOTT

AMAZON BOYKOTT Fieber Part 6

Ein Pressevergleich
Nicht nur in Bad Hersfeld werden die Mitarbeiter von Amazon unter Druck gesetzt und respektlos behandelt, und schaut dann die Bildzeitung vorbei, ist auf einmal alles friedvoll und harmonisch.
Wer das wirklich glauben kann, der ist bestimmt auch der tiefsten Überzeugung, dass der Klapperstorch die Kinder bringt!
 „…Amazon ist bei den Kunden beliebt – aber bei Gewerkschaftern und vielen Beschäftigten verpönt. Sie kritisieren vor allem den Druck in den Betrieben – auch an den Logistikzentren in Rheinberg und Werne … Der Widerstand gegen die Arbeitsbedingungen beim Internethändler Amazon wächst … Neben dem fehlenden Respekt kritisieren Gewerkschafter und Mitarbeiter vor allem die Arbeitszeiten und dass kurzfristig Mehrarbeit angeordnet werde, ohne dass irgendein Mitspracherecht bestehe….“
„ … „Das ist extrem dort“ … „Ständig gab es Druck. Wir mussten nur rennen, rennen, rennen. Und vor Weihnachten sollten wir alle zwei Wochen komplette durcharbeiten. Und wer sich beschwert hat, konnte direkt gehen. Von den 1000 Leuten, die eingestellt wurden, bekamen dann mindestens 700 am 23. Dezember die Kündigung.“ …“
„…. „Das war eine Abzockerfirma bis zum Gehtnichtmehr. Und den ersten Monat musste ich umsonst arbeiten. Das ist Methode bei denen, damit verdienen die ihr Geld.“ …“
„… Es ist jedoch nicht die Bezahlung , gegen die sich immer mehr Protest richtet, sondern vor allem das Klima und wie mit den Beschäftigten umgegangen wird. Darin sind sich die Mitarbeiter, die ihre Erfahrungen in Internet-Foren wie amazon-verdi.de austauschen, einig. …“
„… „Das Schlimmste ist der fehlende Respekt“ … „Dass die Menschen rein auf ihre Arbeitskraft reduziert und nur die betrieblichen Dinge gesehen werden.“ …“
„… „Amazon spielt mit der Angst der Menschen, gerade mit den Leuten die nur einen Zeitvertrag haben. Man droht ihnen mit Kündigung, wenn sie ihre Zahlen nicht schaffen.“ …“
(Quelle: „Amazon „Beschäftigte beklagen mieses Arbeitsklima bei Amazon WAZ, derwesten vom 05.09.2012)
„… Ist es bei Amazon wirklich so schlimm?…
…ist die Reportage eine Momentaufnahme oder die Realität? …
BILD-Reporter Marc Oliver Hänig besuchte vor Weihnachten das Amazon-Logistikzentrum in Rheinberg bei Duisburg (NRW)….
Sein Eindruck: Nachvollziehen kann er die Vorwürfe erst einmal nicht….
Auch in der Halle selbst kein Anzeichen für miese Arbeitsbedingungen, es sei eine gute Stimmung unter den Angestellten gewesen – die immerhin aus 49 verschiedenen Ländern kommen….“
(Quelle: Bild „Ist es bei Amazon wirklich so schlimm?“ 15.02.2012)

AMAZON BOYKOTT Fieber Part 5

Die Unterkünfte der Reportage
Der Seepark Kirchheim
 
Ein harmonischer Friede, Freude, Eierkuchen auf der Homepage in der Rubrik „Wir über uns“:
„…Der SeePark Kirchheim ist eine freundliche Ferienanlage. Eingebettet in die Natur, idyllisch am Stausee gelegen, befindet sich das Seepark Resort…. Wir sind stets bemüht Ihren Aufenthalt so angenehm wie möglich zu gestalten….“
Es ist sogar vor Kurzem wohl noch schöner und besser dort geworden, denn „…Andreas Engelhoven macht keinen Hehl daraus, dass diese baulichen Verbesserungen nur möglich waren, weil der Seepark seit November 320 Mitarbeiter des Internetkaufhauses Amazon.de aus Spanien, Polen und Deutschland beherbergt …“ (Quelle: „Amazonier füllen dem Seepark das Baukonto“ 23.01.12 Hersfelder Zeitung)
 
Der Ferienwohnpark am Silbersee
Die Philosphie des Parkes, die man auf der Homepage finden kann, klingt doch wunderbar:
„…Wir haben es uns zur Pflilcht gemacht, alle unsere Gäste zufrieden zu stellen… Auch das Team im Restaurant Seeblick verwöhnt unsere Gäste. Freundlichkeit wird bei uns groß geschrieben, Sonderwünsche werden gerne erfüllt….“
„…Sie sollten mal abends die Stimmung erleben, wenn dreißig bis vierzig Studenten, die keine Schicht haben, bei uns im Speisesaal sitzen und mit ihren Laptops arbeiten. Einmalig….“* meint Rainer Sander, der scheinbar auch ein Völkerverständigungsdiplom hat, weshalb er darüber hinaus meint: “…Wenn soviel Menschen aus vielen Nationen und unterschiedlichen Religionen aufeinander treffen, sind Probleme vorprogrammiert. Da haben wir vorgesorgt. Mittlerweile wird die Security zentral organisiert. Das macht jetzt die Firma H.E.S.S. aus Kassel….“*
So umsichtig von dem Herrn, der stets um das Wohl der Gäste bemüht ist, und so etwas bietet auch nicht jedes Hotel unbedingt an:
„...Es ist bei uns normaler Service, dass die Zimmer kontrolliert werden – nicht die Leute. Und gelegentlich haben Securities unsere Mitarbeiter begleitet. Nicht mehr und nicht weniger….“*
Und beide Hotels bieten darüber noch etwas ganz besonderes nach den Mahlzeiten als zusätzlichen Service für Ihre Gäste an:
 „…bei der Verpflegung der Amazon-Mitarbeiter hätten Mitarbeiter der „ersten Schicht“ alles mitgenommen, und die nachfolgenden Schichten nichts mehr zu essen bekommen. Deshalb würden auch dort die Taschen kontrolliert...“
(Quelle: Osthessen News „Aufregung um Amazon & Leiharbeiter-Verträge: Security zum Selbstschutz?“ vom 15.02.2013)
Übrigens „…Security-Mitarbeiter sehen überall auf der Welt bedrohlich aus, das gehört schließlich zu ihrem Job…“ meint der Redakteur Jan Phillip Ling vom Kreisanzeiger, das heißt es gibt zu allem anderen noch eine Prise Bedrohung obendrauf.
Ist das nicht toll?
(Quelle: „Immer schön einseitig: Ein Kommentar zur Kritik an Amazon“ Redakteur, Kreisanzeiger, Hero Medien GmbH).
Kurz und gut:
Die Amazonarbeiter spülen ordentlich Geld in die Kassen der Hoteliers, und werden dafür mit bedrohlich wirkender Security sowie Zimmer.-und Taschenkontrollen „belohnt“.
Und was sagen potentielle Vermieter der Unterkünfte über Ihre Gäste?
„…Was sagen Sie? Polen? Ja, die nehme ich gerne, die sind ja nicht so dreckig, und können mit dem Holz umgehen. Außerdem gehen die auch zu siebt in eine Hütte, ohne zu meckern, außerdem saufen die Polen nicht soviel…“
(Reportage: “Ausgeliefert. Leiharbeiter bei Amazon” von Diana Löbl und Peter Onneken HR 2013)
*Quelle „hr-Reportage greift Ferienparks an: Ein Gespräch mit Ferienpark-Betreiber Rainer Sander“, Kreisanzeiger vom 16.02.2013

AMAZON BOYKOTT Fieber Part 4

??? SIEHT SO FÜR UNS ALLE DIE ZUKUNFT UNSERER ARBEIT AUS ???
Ein global Player beauftragt, und schon springen wir „billig.willig“ ohne Rücksicht auf Verluste über jedwede Menschenwürde hinweg, die profitierenden Vertragspartner hüllen sich in Schweigen und der Riese sitzt den Shitstorm einfach aus. SO NICHT!
AMAZON
braucht
Leiharbeiter
 
Fa. Trenkwalder Personaldienste GmbH
Leiharbeiterfirma
Vertrag: Amazon, Vertrag: Leiharbeiter
Wer ist diese Firma, die die Fa. CoCo beauftragt hat, und bis dato zu den Vorfällen in Bad Hersfeld noch keine Stellungnahme abgegeben hat?
Ein Youtube Selbstdarstellungsvideo der Fa. bringt den ein oder anderen Einblick:
„…Trenkwalder die Zukunft der Arbeit…“
„… Ihr Job ist unsere Mission …“
„…Trenkwalder professionally, fairly, profitably…“

Das klingt im Anbetracht der Reportage geradezu wie blanker Hohn!

Zusammenarbeit mit: u.a. Siemens Continetal, ABB, Monster, Bramac, OMV, mobikom austria, Atomic

Man findet Niederlassungen überall, und recht häufig auch im osteuropäischen Raum.
(Quelle: „Trenkwalder company movie – the future at work” http://www.youtube.com/watch?v=syZ2G5Fhm9E)

Bis dato ist keine Stellungnahme erfolgt, nun keine Antwort ist auch eine Antwort.

Fa. CoCo Job Touristik
Vertrag: AMAZON
Unterbringung, Verpflegung, Bustransfer d. Leiharbeiter
Wer ist diese Firma, die betreuende Mitarbeiter beschäftigt, die nicht in Menschen sondern Busse zählen und die Fa. HESS beauftragt hat?
„…die Firma Coco Job Touristik sieht derzeit keine Notwendigkeit sich zu äußern und verweist auf Vertragspartner Amazon…“ Quelle:  Amazon-Leiharbeiter: Ausgeliefert und bedroht? HNA.de vom 14.02.2012
lediglich zwei Hinweise sind im Netz zu finden:
Hinweis auf eine Homepage mit diesem Namen, der Inhaber ist ein Hotelier aus Leipzig
Hinweis auf einen HRA Eintrag ohne Namen, die Firmenadresse ist allerdings identisch mit der o.g. Homepage

Natürlich besteht keine Notwendigkeit zu antworten, die sind viel zu beschäftigt, die müssen noch Busse zählen.

 
Fa. H.E.S.S.
Auftrag: AMAZON
Konfliktmanagement, Diebstahl.- u. Sachbeschädigungschutz d. Unterkünfte
„…Das ist unser Haus, unsere Regeln! Du musst machen, was wir sagen! Wir sind wie die Polizei!…“
(Reportage: “Ausgeliefert. Leiharbeiter bei Amazon” von Diana Löbl und Peter Onneken HR 2013)

Die Pressemitteilung vs. Reality ist in Part 3 nachlesbar: https://futterschnute.wordpress.com/2013/02/15/amazon-boykott-fieber-part-3/

Fa. Käbberich-Reisen
Vertrag: AMAZON
Bustransfer d. Leiharbeiter
Wer ist diese Firma?
„… Sein Unternehmen arbeite schon seit Jahren mit dem Subunternehmer CoCo Touristik zusammen. „Durch diese Aufträge können wir unsere Reisebusfahrer auch im Winter beschäftigen und sogar Personal von anderen  Busunternehmen während der Wintermonate übernehmen. Sie würden sonst auf der Straße stehen“, sagte Reichwein und untermauert, dass die Region natürlich auch durch Amazon profitiere …“
(Quelle: „Aufregung um Amazon & Leiharbeiter-Verträge: Security zum Selbstschutz?“ Osthessen News vom 15.02.2012)

Fazit: Eine Krähe hat der anderen kein Auge aus! Die Hand, die mich füttert, beiße ich nicht! 

AMAZON BOYKOTT FIEBER Part 3

Schau an die Sicherheitsfirma mit dem aparten Namen verkündet
PRESSEERKLÄRUNG HESS vs. Reality
„…Sofern uns im Einzelfall zur Kenntnis gelangen sollte, dass einer unserer Mitarbeiter rechtsradikales Gedankengut vertritt und sich entsprechend verhält und äußert, werden wir das Gespräch mit dem Mitarbeiter suchen und mit allen zu Gebote stehenden rechtlichen Möglichkeiten auf eine Beendigung des Beschäftigungsverhältnisses hinwirken…Soweit in der aktuellen Berichterstattung über unsere Tätigkeit im Seeparkhotel in Kirchheim darüber berichtet wurde, dass zwei unserer Mitarbeiter mit Jacken der Marke Thor Steinar gesehen worden seien, haben wir aufgrund nachträglicher Recherche zu dieser Marke per Dienstanweisung das Tragen derartiger Bekleidung untersagt. Wir werden die betreffenden Mitarbeiter hinsichtlich einer etwaigen rechtsradikalen Gesinnung überprüfen, soweit dies im Rahmen unserer Möglichkeiten liegt und hieraus im gegebenen Fall die o.b. Konsequenzen ziehen….“*
vs.
Mitarbeiter:
„…Im Internet präsentieren (sich) mehrere „HE.S.S.“ Mitarbeiter, die der Hooliganszene zuzuordnen sind oder einen aufällig rechtsxtremen Freundekreis haben…“
(Reportage: „Ausgeliefert. Leiharbeiter bei Amazon“ von Diana Löbl und Peter Onneken HR 2013)

Und was ist mit der GESCHÄFTS LEITUNG ??? !!! 

„… In der Geschäftsleitung sitzt „Uwe L.“ …“

 
Wen zählt er zu seinen Facebook Freunden?

„…hier ist er mitten unter Ihnen…polizeibekannte Hooligans auf dem Weg zu einen Auswärtsspiel…darunter verurteilte Rechtsextreme und Neonazis…“
(Reportage: „Ausgeliefert. Leiharbeiter bei Amazon“ von Diana Löbl und Peter Onneken HR 2013)

„…Weiß Amazon wer für die Sicherheit verantwortlich ist? Wir stellen dem Internetriesen konkrete Fragen. Amazon antwortet nicht…“ (Reportage: „Ausgeliefert. Leiharbeiter bei Amazon“ von Diana Löbl und Peter Onneken HR 2013)
und auch HESS wurde dementsprechend angeschrieben und hatte bis zur Ausstrahlung NICHT! geantwortet!
 „…Unsere Aufgabe liegt darin, etwaige Konflikte
der in den Unterkünften untergebrachten Personen zu vermeiden oder falls dies nicht gelingt, die Polizei bei der Begehung von Straftaten hinzuzuziehen….“*

vs.

„…Das ist unser Haus, unsere Regeln! Du musst machen, was wir sagen! Wir sind wie die Polizei!…“ (Reportage: „Ausgeliefert. Leiharbeiter bei Amazon“ von Diana Löbl und Peter Onneken HR 2013)

„…wir (sind) über das mit der Unterbringung seitens der Fa. Amazon beauftragte Unternehmen beauftragt worden….“*

vs.

das ist also die Fa. Coco, deren Mitarbeiter wie folgt über Menschen denkt:

„…Ich will jetzt von Ihnen nichts mehr hören von wegen Menschen. Ich zähle in Bussen….“
(Reportage: „Ausgeliefert. Leiharbeiter bei Amazon“ von Diana Löbl und Peter Onneken HR 2013)

„…Unsere Aufgabe liegt darin, etwaige Konflikte
der in den Unterkünften untergebrachten Personen zu vermeiden oder falls dies nicht gelingt, die Polizei bei der Begehung von Straftaten hinzuzuziehen….“*

vs.

„…Das ist unser Haus, unsere Regeln! Du musst machen, was wir sagen! Wir sind wie die Polizei!…“
(Reportage: „Ausgeliefert. Leiharbeiter bei Amazon“ von Diana Löbl und Peter Onneken HR 2013)

„…Die Kontrolle der Zimmerunterkünfte zur Feststellung und Dokumentation etwaiger Beschädigungen
oder abhanden gekommener Sachen finden im Einvernehmen und ausschließlich im Zusammenhang
mit der Begehung von Hotelzimmern durch das Housekeeping der Hotelbetreiber statt.
Rechtswidrige Durchsuchungen finden durch unser Unternehmen nicht statt. …“*

vs.

„…Auch bei der Verpflegung der Amazon-Mitarbeiter hätten Mitarbeiter der „ersten Schicht“ alles mitgenommen, und die nachfolgenden Schichten nichts mehr zu essen bekommen. Deshalb würden auch dort die Taschen kontrolliert….“
Osthessen News „Aufregung um Amazon & Leiharbeiter-Verträge: Security zum Selbstschutz?“ vom 15.02.2013

„…Das ist unser Haus, unsere Regeln! Du musst machen, was wir sagen! Wir sind wie die Polizei!…“ (Reportage: „Ausgeliefert. Leiharbeiter bei Amazon“ von Diana Löbl und Peter Onneken HR 2013)

„…Soweit in der aktuellen Berichterstattung über den Einsatz unseres Unternehmens im Seeparkhotel Kirchheim berichtet wird …stellen wir fest, dass unserer Kenntnis nach seitens des Hotelbetreibers gegenüber den Journalisten zunächst ein Hausverbot ausgesprochen worden war, woraufhin sich die Journalisten in ihrem Zimmer einschlossen. Unsere Mitarbeiter haben daraufhin die Polizei hinzugerufen, damit die
Situation geklärt werden kann…“*

vs.
Hausverbot? Interessant! 

Einsatzbericht der Polizei:
„Vor Ort wurde von Frau…angegeben, dass zwei Personen vom Hessischen Rundfunk Filmaufnahmen im Hotel gemacht hätten…“
„…Sie befürchteten, dass die Aufnahmen von ihnen veröffentlicht werden und wollten dieses verhindern, weiterhin befürchteten sie eine „schlechte Presse“ für das Hotel Seeprak..“
„…mit ihnen (Anmerkung: Löbl, Onneken) befanden sich …(beide HESS Security)…“ im Hotelzimmer „…die verhindern wollten, dass sich Frau L. und Herr O. vor dem Eintreffen der Streife entfernen…“ 
(Reportage: „Ausgeliefert. Leiharbeiter bei Amazon“ von Diana Löbl und Peter Onneken HR 2013)

Haben die wirklich geglaubt sich mit so einer Erklärung „herausreden“ zu können? So früh können die gar nicht aufstehen, daß mir das entgeht! UNGLAUBLICH!

Mittlerweile hat die kleine Seite über 1000 Mitglieder! Jeder kleine Schritt zählt für mich!

*Quelle: PRESSEERKLÄRUNG Fa. HESS vom 15.02.2013

AMAZON BOYKOTT FIEBER PART 2

Es hagelt Entrüstung bei Amazon, der Presse, im Netz und es hagelt „likes“ bei mir, und über letzteres freue ich mich wie eine kleine Schneekönigin! JAWOLL! Ich bin nicht alleine! Es wird Zeit, dass Amazon etwas ändert, und zwar flott!

Siehe da Amazon schreibt seinen Kunden, dann schauen wir mal rein und vergleichen:
Amazons Antwort an Kunden vs. Reality

Amazon*:
„…Über 7700 festangestellte Mitarbeiter arbeiten in den deutschen Amazon-Logistikzentren, in der Weihnachtssaison stellen wir zusätzliche Amazon-Mitarbeiter saisonal befristet ein….“

vs

Amazon Bad-Hersfeld: 5000 Leiharbeiter um die Weihnachtszeit
Amazon Koblenz: 3300 Mitarbeiter,
3100 BEFRISTET! 
200 festangestellt 
nicht einmal jeder 5te wurde nach dem 28.12.2012 festangestellt übernommen! 
Amazon Augsburg: 5038 Arbeiter
1038 festangestellt!

Amazon*:
„…Gleichzeitig haben wir dadurch die Möglichkeit, potenzielle neue langfristige Mitarbeiter kennenzulernen und gemäß unserem zukünftigen Wachstum einzustellen…“ Amazon, 02/2013
oder so 2011 formuliert:
„… Man nutze die Befristung „…zum einen, um 
Nachfrageschwankungen im Jahresverlauf gerecht zu werden, zum 
anderen, um engagierte Mitarbeiter zu finden.…“…“ (Report Mainz 01.11.2011)

vs.

O-Ton, Prof. Klaus Dörre, Universität Jena:
»Es ist ein Erpressungsinstrument, weil das natürlich Beschäftigte sind, die minderen Rechts sind, die nicht so in Interessenvertretungen repräsentiert sind, die sich vor allen Dingen aber nicht trauen, den Mund aufzumachen, weil sie sich ständig bewähren müssen, das ist der entscheidende Punkt.« (Report Mainz 01.11.2011)

Frage: ab wann kann man von Folter sprechen, wenn eine derartige „Erpressung“ dauerhaft angewandt wird? 

Amazon*: 
“… Wir nehmen die Sicherheit und das Wohlergehen unserer Mitarbeiter sehr ernst und überprüfen externe Dienstleister, die die Unterbringung von Saisonkräften aus anderen Regionen verantworten, regelmäßig…. Amazon duldet keinerlei Diskriminierung oder Einschüchterung. Auch wenn das Sicherheitsunternehmen nicht von Amazon beauftragt wurde, prüfen wir derzeit selbstverständlich den von den Redakteuren gemachten Vorwurf bezüglich des Verhaltens des Sicherheitspersonals…. Sie können sicher sein, dass wir jedem Vorfall in unseren Logistikzentren und im Umfeld, der uns von Mitarbeitern zur Kenntnis gebracht wird, nachgehen und bei Bedarf umgehend Verbesserungen einleiten.“

vs.

!schlafende Mitarbeiter in der Kantine, um Kaffee bettelnde Mitarbeiter in der Kantine!

„…Weiß Amazon wer für die Sicherheit verantwortlich ist? Wir stellen dem Internetriesen konkrete Fragen. Amazon antwortet nicht…“ (Reportage: „Ausgeliefert. Leiharbeiter bei Amazon“ von Diana Löbl und Peter Onneken HR 2013)

Amazon*: 
„…Wichtig ist uns hier auch die Rückmeldung unserer Mitarbeiter: Wann immer Mitarbeiter uns über Verbesserungsmöglichkeiten im Rahmen der Arbeitsbedingungen oder der Unterbringung informieren ….

vs.

nach derartigen Schikanen und Äußerungen in der Unterkunft von „Betreuern“?

„…Ich will jetzt von Ihnen nichts mehr hören von wegen Menschen. Ich zähle in Bussen….“ (Reportage: „Ausgeliefert. Leiharbeiter bei Amazon“ von Diana Löbl und Peter Onneken HR 2013)

*Quelle: Zitate aus einer scheinbar standartisierte Antwortmail von Amazon an nachfragende Kunden vom 14.02.2013

AMAZON BOYKOTT Fieber

Ich bin sauer, und wenn ich das wirklich bin, dann rapellt es im Karton, aber richtig!
SO NICHT!
Das kann doch alles gar nicht wahr sein! Da muß man doch etwas machen können!
 
Und genauso war das auch, als ich die Reportage
„Ausgeliefert. Leiharbeiter bei Amazon“
von Diana Löbl und Peter Onneken vom HR am 13.02.2013 gesehen habe.
Was macht der Online-Riese mit seinen Mitarbeitern da völlig ungeniert, und weder Behörden noch Politiker scheint es wirklich zu interessieren.
Ein kleiner Einblick in die Reportage:
Unterbringung und Busverkehr zum Amazon Lager:
„…Ich will jetzt von Ihnen nichts mehr hören von wegen Menschen. Ich zähle in Bussen..“*
sagt die Mitarbeiterin einer Firma, die die Leiharbeiter betreuen soll, und auch das bekommt man von Ihr zu hören:
„… 50 Arbeiter ein Bus. Ich habe jetzt hier drei Unterkünfte. Hier platzt alles aus den Nähten. Ich bekomme hier echt nix mehr rein…“*
Was sagen potentielle Vermieter der Unterkünfte über Ihre Gäste?
„…Was sagen Sie? Polen? Ja, die nehme ich gerne, die sind ja nicht so dreckig, und können mit dem Holz umgehen. Außerdem gehen die auch zu siebt in eine Hütte, ohne zu meckern, außerdem saufen die Polen nicht soviel…“*
Wie weit darf Ausbeutung gehen? Wird gefragt, ein Shuttlebus Fahrer schildert es

so:

„… Zeitarbeit, da brauchen wir nicht drüber diskutieren. Das ist das Letzte für die Leute. Ich bin nicht für diesen Sklavenhandel. Ich sehe das Rudel hier jeden Tag. Die bekommen so wenig Geld. Die betteln teilweise um Kaffee in der Kantine. Wo bleibt denn da die Menschlichkeit, frage ich…“*

Der Sicherheitsdienst der menschenunwürdigen Unterkünfte mit dem besonders aparten Firmennamen HESS stellt sich wie folgt dar: 
„…Das ist unser Haus, unsere Regeln! Du musst machen, was wir sagen! Wir sind wie die Polizei!…“*
 
„Zwei Mitarbeiter dieser Gruppe tragen an diesem Abend Kapuzenpullis der Marke Thor Steiner, die ist in vielen Bundesliga Stadien und im deutschen Bundestag verboten. Thor Steiner gilt klar als Erkennungszeichen für Rechtsxtreme. Für Neonazis…“*
 
„…Im Internet präsentieren (sich) mehrere „HE.S.S.“ Mitarbeiter, die der Hooliganszene zuzuordnen sind oder einen aufällig rechtsxtremen Freundekreis haben…“*
„… In der Geschäftsleitung sitzt „Uwe L.“ …“*
Wen zählt er zu seinen Facebook Freunden?
„…hier ist er mitten unter Ihnen…polizeibekannte Hooligans auf dem Weg zu einen Auswärtsspiel…darunter verurteilte Rechtsextreme und Neonazis…“*
Die Autoren der Reportage meinen:
„Das Auftreten dieser paramilitären Gruppe stößt uns ab…“*
So weit so schlecht, wie kann es weiter gehen?
Wenn man jetzt eine Facebook Seite gründet, und zum BOYKOTT aufruft , bis Amazon das endlich ändert, und genug Menschen findet, die das genauso sehen, obwohl Deutschland im Gegensatz zu anderen Ländern weit entfernt von einer Boykott-Mentalität ist, dann bewegt ein Boykott am ehesten etwas, denn das trifft dort, wo es schmerzt.
Dann gibt es weniger Bestellungen, und somit weniger Umsatz, und wenn auch nur jeder dann und wann auf einen Einkauf bei Amazon verzichtet. Kleinvieh macht schließlich auch Mist.
Amazon war in den Toptrends, klein Futterschnute mit 12 Followern dabei, schnell noch eine Facebook Seite gegründet, und dann nicht wie rann an die Tasten, twittern, was das Zeug hält, einfach die, die etwas dazu getwittert haben, anschreiben und die Facebook Seite im Tweet verlinken.
Vielleicht findet die Seite 100 Mitglieder, das wäre zwar unvorstellbar, aber gar nichts machen, geht schon mal gar nicht!
„…ich bewundere Deinen Idealismus…“ zwitscherte es zurück, und der ein oder andere trudelte sogar schon auf der Seite ein.
Erst eins, dann zwei dann drei, und um 2:30 Uhr waren es schon 72, die mit boykottieren wollen. Eine unvorstellbare Zahl!
WOW! Und an dieser Stelle noch mal einen herzlichen Dank an meine neuen Follower, die ebenfalls getwittert und empfohlen haben, was die Tasten hergaben, und auch meinen Freunden, die verlinkt haben, damit der Boykottgedanke weiter verbreitet wurde.
Am nächsten Morgen bekam ich die Quittung von Twitter, weil ich böserweise 61 Twitterer mit ein und derselben Nachricht „angetwittert“ hatte.
Mein Account war gesperrt, und ich musste brav mehrfach ankreuzen, dass ich das auf keinen Fall noch mal machen werden, weil sie mich sonst ganz rauswerfen werden.
Das war es dann wohl mit dem Boykott, wie sollte ich denn ohne Twitter nun den Boykottgedanken weitertragen, aber jetzt schon aufgegeben? Mittlerweile waren wir schon 91 Amazon-Boykottierer.
NIEMALS!
Erst einmal in Ruhe eine Zusammenfassung schreiben, die Seite „in Form bringen“, und dann mit dem Namen der Seite mal schauen, wo noch auf Facebook darüber diskutiert wird, und dort mitdiskutieren.
Nach 24 Stunden im Dienste des Amazon Boykotts bin ich fix und alle, aber über 700 likes! JUHUUUUUUUU! und wenn auch nur ein Zehntel davon das wirklich ab und zu umsetzt! Ist doch auch etwas!
YES! Was für ein Valentinstag!

*Quelle:

„Ausgeliefert. Leiharbeiter bei Amazon“
von Diana Löbl und Peter Onneken vom HR am 13.02.2013