Quo vadis … Cornelius Gurlitt?

Das ist ein Blogartikel, der insofern es Neuigkeiten gibt, damit analog zu den drei bereits bestehenden Blogartikeln zum Fall Gurlitt hier an dieser Stelle damit ergänzt wird.

 

Die Gurlitt-Sippe “Family Business as usual” Update: 12.12.2013
Leiterwagen der Münchner Feuerwehr, ein Krankenwagen, ein Polizeibus, ein Streifenwagen und die Kripo waren gestern vor Ort bei Cornelius, und der Polizeisprecher bestätigte:
„… Angehörige haben uns angerufen“ Gurlitt habe „einen Arzttermin nicht wahrgenommen“, „Er ist wohlauf, alles ist gut …“.

 

ANGEHÖRIGE?
Ekkiherzchen?
Oder darf der nichts mehr sagen, nachdem selbst sein Vater Dietrich meinte: „Mein Sohn Ekkeheart macht sich ein wenig wichtig.“ ?
Scheinbar denkt auch sein Vater nicht im Traum daran, die Provenienz der von seinem Sohn erwähnten Bilder in seinem Hause klären zu lassen.

 

ODER etwa jene Verwandte von denen in der Zeit die Rede ist?
„ … 2007 machte das Gemälde (Frau mit Papagei in einer Landschaft, August Macke) sogar Schlagzeilen: Es erzielte am 30. November auf der 150. Versteigerung des Auktionshause Villa Griesebach in Berlin knapp 2,4 Millionen Euro. Das ist der höchste Preis, der je für ein Werk dieses Künstlers auf einer deutschen Auktion gezahlt wurde. Die Herkunft des Gemäldes beschrieb Grisebach in seinem Katalog folgendermaßen: „Nachlaß des Künstlers / Gemäldegalerie, Dresden (1931 durch den Patronatsverein erworben, 1937 als ‚entartet‘ beschlagnahmt) / Privatsammlung, Süddeutschland (1940 erworben, seitdem in Privatbesitz).“ …“*
„ … Nur dass es sich bei diesem „Privatbesitz“ um den Nachlass des Kunsthändlers Hildebrand Gurlitts handelte. … Grisebach bestreitet jedoch, dass Cornelius Gurlitt das Bild eingeliefert hatte. Diese Aussage war formell wahrscheinlich sogar richtig. Denn Gurlitt selbst trat wohl fast nie als Einlieferer in Erscheinung. Er schickte vermutlich Familienangehörige, möglicherweise sogar Mittelsmänner, was eine künftige Rekonstruktion jener Wege, die Bilder aus Gurlitts Sammlung nahmen, sehr schwierig machen würde. Zur Einlieferung erklärte Micaela Kapitzky, die geschäftsführende Gesellschafterin des Auktionshauses Grisebach, der ZEIT: „Das Gemälde August Mackes Frau mit Papagei in einer Landschaft wurde uns 2007 nicht von Cornelius Gurlitt eingeliefert, aber wir können nicht ausschließen, daß es uns aus dem Umkreis der Familie eingeliefert wurde …“* 6:0 für Cornelius
Entartete Kunst aus öffentlichem Besitz zu einem Spottpreis den Nazis abgekauft gewinnbringend versteigern zu lassen, scheint zum guten Ton in der Familie mit der !SCHWARZEN WESTE! zu gehören.
Die Naziraubkunst beispielsweise der Familie Blumstein dagegen hielt man brav unter Verschluß und wurde von Hildebrand u.a. als Geschenk gegenüber den Allierten nach dem Krieg deklariert wie das Beispiel der „Allegorische Szene“ von Marc Chagall zeigt.
Sehr geehrter Herr Lieberman, bitte übernehmen Sie!
„Ick kann jar nich soville fressen, wie ick kotzen möchte.“
 
*Quelle: „August Macke aus Gurlitt-Nachlass bei Grisebach versteigert“, Die Zeit vom 30.11.2013“

 

„Dinge, die ihm gehören, die kriegt er auch“ Update 29.11.2013
lies R. Nemetz verlauten.
219 Bilder „verdächtige“ Bilder sind nun bereits veröffentlicht,
977 müssen genauer untersucht werden, 384 davon zählen zur „entarteten Kunst“ und in593 Fällen muß geklärt werden, ob es sich hierbei um NS_Raubkunst handelt.
Und Dieter Graumann meint:
„Nachdem die ganze Sache über 18 Monate hinweg fast konspirativ behandelt wurde, ist nun der Schnellschuss einer pauschalen Rückgabe sicher auch der falsche Weg, … bei Fällen von möglicher Raubkunst sind Sensibilität und Verantwortung gefragt … Es geht nicht nur um den Rechtsanspruch auf Restitution…Die Sache besitze auch eine moralische und historische Dimension … Es liegt nun in der Verantwortung der Politik, den Opfern von damals zur Würde von heute zu verhelfen …“ Präsident des Zentralrats der Juden.
Lesenwert: Udo Vetter “Lex Gurlitt”: Einen Schritt zu kurz gedacht“
http://www.lawblog.de/index.php/archives/2013/11/23/lex-gurlitt-einen-schritt-zu-kurz-gedacht/
Und Cornelius? Er schmollt und meldet sich einfach nicht bei Herrn Nemetz.
5:0 für Cornelius

 

Anne Webber „Commission for Looted Art“ London Update: 18.11.2013
„Deutschland muss es den Familien leichter machen.“ Deutschland ist mit vielen Folgelasten der NS-Zeit sehr gut und effektiv umgegangen. Kunst gehört nicht dazu. Das ist die Achillesferse“.
„…Webber kritisiert, dass Deutschland 15 Jahre nach den Washingtoner Beschlüssen noch immer kein effektives, transparentes, konsistentes und unparteiisches Verfahren zur Regelung von Restitutionsansprüchen entwickelt hat. Auch bei der Sichtung der Museumsbestände nach möglicher NS-Raubkunst hinkt Deutschland anderen Ländern hinterher….“*
Es geht auch anders:
„… Grundsatz 1 des Abkommens fordert die Identifizierung möglicher Beutekunst, Regel 2 verlangt Transparenz bei diesem Vorgang. Regierungen in Großbritannien, Österreich, den Niederlanden wiesen ihre Museen an, nach möglichen Beutefällen zu suchen. Als Erste veröffentlichten britische Museen bereits zwei Jahre nach Washington Listen aller Werke mit Provenienzlücken der Jahre 1939 bis 1945, hinter denen mögliche dubiose Transaktionen stecken könnten. Statt umfangreiche Recherchen abzuwarten, wurden die rohen Daten zur Verfügung gestellt….“*
„…Großbritannien gründete 2000 ein „Spoliation Advisory Panel“ als unabhängige Schiedsstelle für Museen und Privatsammler. Ähnliches gibt es in den Niederlanden, auch Österreich trennt vorbildlich die „Kommission für Provenienzforschung“ von dem unabhängigen Beirat, der die Restitutionsentscheidungen trifft….“*
und Deutschland?
„…Die unter dem Namen ihrer Vorsitzenden Jutta Limbach bekannte „Beratende Kommission im Zusammenhang mit der Rückgabe NS-verfolgungsbedingt entzogener Kulturgüter, insbesondere aus jüdischem Besitz“ – wieder bringt das hilflose Amtsdeutsch die innere Verklemmung der Organisationen zum Ausdruck – könnte eigentlich bei einer Regelung helfen, meint Webber. Aber in ihrer jetzigen Konstruktion sei die Limbach-Kommission nur eine Appellationsinstanz, nachdem Museen die erste Entscheidung getroffen haben….“*
„ … Die Menschen fragen sich, wie es möglich ist, dass diese Dinge nicht nach dem Krieg angepackt wurden, warum so viele NS-Händler ihre Kunst behalten durften, warum diese Werke nicht zurückgegeben wurden, warum so viele Werke nicht erforscht wurden, obwohl sich Deutschland vor 15 Jahren dazu verpflichtet hat. Sie fragen sich, wie es möglich ist, dass das Tempo der Restitution in Deutschland so langsam ist, wie es möglich ist, dass es keinen wirklichen Prozess für Rückforderungen ohne Interessenkonflikte gibt, wie es möglich ist, dass Provenienzforschung auf so intransparente Weise durchgeführt wird, warum Informationen nicht mitgeteilt werden.“*
* Quelle:  Matthias Thibaut „NS Beutekunst – Gurlitt ist nur der Anfang“ Tagespiegel 18.11.2013
http://www.tagesspiegel.de/kultur/ns-beutekunst-gurlitt-ist-nur-der-anfang/9093728.html

 

Wolfgang Gurlitt mischt auch wieder mit! Update: 18.11.2013
Der „Wolle“ stellte 1957 einige Werke aus seinem Besitz dem Museum „Kunstspeicher“ in Würzburg zur Verfügung, die jedoch erst jetzt gefunden wurden, da man diese nicht unter dem Namen des gönnerhaften „Spenders“ sondern unter dem Namen der Künstlers archiviert hatte.
Es bleibt zu hoffen, dass anders als die teilweise problematischen Werke im Lentos wenigstens diese im Bezug auf die Herkunft unbedenklich sind, auch hier ist eine schnelle Aufklärung im Bezug auf die Provenienz wichtig, damit ggf. zurückgegeben werden kann, was schon längst überfällig ist.
mehr zu Wolfgang Gurlitt auch hier: https://futterschnute.wordpress.com/2013/11/06/die-kunsthandler-der-nazis-die-gurlitt-sippe/)

 

Hildebrand Gurlitt No. 5 fehlt! Update: 17.11.2013
Das vergessene Manuskript anno 1955 war ursprünglich als Vorwort für einen Ausstellungskatalog gedacht, und „ganz zufällig“ fehlt die fünfte Seite, auf der Gurlitt seine Tätigkeiten als Nazi-Kunsthändler beschreibt. Ein Schuft, wer böses dabei denkt!
Nach dem Feuersturm auf Dresden am 14.02.1945 “… schworen wir uns, keinen materiellen Verlust je zu bedauern, logische Folgen, die zu dieser Zerstörung geführt hatten, anzuerkennen und voller Trauer zwar, aber doch das – wenn auch einfachste – Leben anzunehmen. Ich fand die ausgelagerten Reste der Sammlung und besitze sie noch …“
Welche materiellen Verluste der Sammlung? Künstlerischer Hausrat?  Die Sammlung lag sicher und trocken im Keller seiner Schwester, der der Bombardierung stand hielt!
Das einfachste Leben annehmen?
Leben in einer Villa direkt in Düsseldorf am Rheinufer und  den Kinder eine exzellente Ausbildung auf der Odenwaldschule ermöglichen, ist wahrhaft ein fürchterlich einfaches Leben.

 

Söhnchen No-Responsibility Update: 17.11.2013
Der Spiegel titelt morgen: „Gespräch mit einem Phantom – Cornelius Gurlitt über das Geheimnis seiner Bilder“
Was mich persönlich am allermeisten am dem Artikel erschreckt hat, ist der Fakt, daß ich das, was da jetzt steht, schon letzte Woche geschrieben habe!
Kurz und knapp:
Das Schlimmste für Ihn?
Die ergaunerte Kunst, sein Erbe, seine Freunde -die Bilder-, sein Lebensinhalt wurde Ihm genommen.
Die wertvolle Sammlung, die er sein ganzes Leben lang zusammengehalten hat, droht in alle Himmelsrichtungen verstreut zu werden.
Jeder kann sie sehen!
Jeder kann sein Leben sehen!
Er fühlt sich ohne seine Bilder, die eine Art Freundesersatz für Ihn waren, „allein“, und er verlangt von der Staatsanwaltschaft, dass man den geschändeten Ruf seines Vaters wiederherstellt, dafür hat der dieser ausreichend Material zur Verfügung gestellt.
Er selbst ist lediglich „Hüter des Erbes“, und besteht nach der neuesten Entwicklung in „seinem“ Fall“ auf der kompletten Rückgabe des beschlagnahmten Konvolutes.
Verantwortung hat er einzig und allein als Hüter, alles andere hat er lebenslänglich an andere abgegeben.
Seine Schwester hätte das alles jetzt regeln können, ist aber verstorben, der Staatsanwalt soll den Vater „reinwaschen“ und er beschwert sich darüber hinaus ebenfalls über die Deutsche Bahn, die Ihm nicht mitgeteilt hat, dass Zollfahnder eventuell in Zügen nach Geld suchen.
Schuld? Sühne? Reue? Zusammenarbeit? Einsicht?
Fehlanzeige!
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Und wenn der Spiegel in seiner Ausgabe 47/2013 fragt:
“Aber darf man den Sohn kriminalisieren und zugleich lächerlich machen?“
Darf man sich diesbezüglich erst einmal an die eigene Nase fassen, denn einiges, was ich dort gelesen, was nichts mit dem Erbe/den Bildern zu tun hat, wurde dort überflüssigerweise erwähnt, und macht genau das, was man selbst in Frage stellt –
einen völlig überforderten alten Herrn lächerlich!

 

Ringelpietz der Verantwortung  Update: 16.11.2013
Ja wer ist denn nun dafür verantwortlich, daß man sich erst bewegte als der Focus Artikel erschien?
Das Finanzministerium?
Schäuble tobte laut Focus, als er das durch den Artikel erfuhr.
Das bayrische Justizministerium?
Frau Merk ist entsetzt, das so etwas überhaupt passieren konnte. Merk? War da nicht schon etwas mit Herrn Mollath, kann man ihr das nach all dem wirklich glauben?
Das Berliner Bundesamt für zentrale Dienste und offene Vermögensfragen?
Kann sich nicht erinnern, daß die Bayern über irgendetwas informierten.
Kann ein  Untersuchungsauschuß helfen? : Kreuze an Ja/Nein/Vielleicht … Ich kann mich nicht erinnern!
Und als wäre das nicht schon alles schlimm genug,  möchte der neue bayrische Justizministers Winfried Bausback (CSU) mit Gurlitt über eine gütliche Lösung reden.
Ach so, na dann: „Wenn Papa was klaut, es bei mir für Jahre deponiert, strebt die Landesregierung eine Einigung mit mir an? Ich will nach #Bayern ! #gurlitt“ (Twitterfundstück).
„… International ist der Fall vor allem: peinlich ….“ meint Andrian Kreye von der SZ in seinem heutigen Artikel.
PEINLICH? ES IST DAS ALLERLETZTE! denn alles, was im Gurlitt-Fall mit den Nazi-Raubzügen und danach geschah, sollte erst einmal Geheimsache sein und bleiben, wenn es der Focus nicht aufgedeckt hätte.
Was kommt als nächstes? Leugnung des Genocids? „Ick kann jar nich soville fressen, wie ick kotzen möchte.“ (Max Liebermann)

 

Spieglein, Spieglein … zwei Mal werden wir noch wach, dann ist der Gurlitt auf dem Blatt Update: 15.11.2013
exclusiv 4:0 für Cornelius

 

590 Salamischeiben *pardon* Gurlitt Bilder Update: 14.11.2013
werden der Öffentlichkeit zur Klärung gezeigt werden.
Mal abgesehen von den gemalten Bilder aus der Verwandtschaft, wer kann sagen, daß der Rest der Bilder wirklich einwandfrei ist?

 

Vive la France? Ein interessanter Lösungsansatz von Herrn Korte Update: 14.11.2013
„…Die Franzosen hätten einen längeren Hebel, die würden sich beim Bundesamt zur Regelung offener Vermögensfragen melden, das dem Bundesfinanzministerium untersteht. Das wäre eine ganz andere Konstellation. Denn die Franzosen müssten auch nicht nachweisen, wem die Funde gehören, also etwa Paul Rosenberg, sondern nur, dass sie während des Krieges aus Frankreich ausgeführt wurden. Die Bundesregierung könnte das nicht abwimmeln wie die Anfrage eines Anwalts, da steht sie in internationalen Verpflichtungen, da gibt es auch keine Verjährungsfrist. Aber auch das Bundesfinanzministerium kann Herrn Gurlitt die Bilder nicht einfach wegnehmen….“*, aber wo ein Wille da kann auch ein Weg sein!
Endlich mal einer der die Machenschaften der Auktionhäuser anspricht:
„… Vergleichen Sie das doch mal mit den drei Bildern, die beim Auktionshaus Van Ham in Köln eingeliefert wurden und aus dem Eigentum des 1937 aus Düsseldorf vertriebenen Kunsthändlers Max Stern stammen. Eines von ihnen wurde restituiert, die anderen beiden konnten die Einlieferer anonym zurückziehen. Obwohl die Bilder von Interpol zur Fahndung ausgeschrieben sind, ist die Kriminalpolizei in Köln nicht tätig geworden. In München sind die Strafverfolgungsbehörden, nach meiner persönlichen Erfahrung, nicht so lax….“* Und endlich einmal jemand der verdeutlicht wie lange Hildebrand Gurlitt „wilderte“:
 „…Gurlitt war der Einzige, der über sieben, acht Jahre an beiden großen Kunstraubaktionen der Nazis prominent beteiligt war…“*
Quelle: FAZ „Die Franzosen hätten einen längeren Hebel“ vom 14.11.2013

 

„Quo Vadis … Come fly with me!“ Update 12.11.2013
Völlig berechtigt frage man heute auch via Twitter, ob überhaupt ein einziger deutscher Journalist an Cornelius Gurlitt „dran ist“, denn das erste aktuelle Photos stammte von Pariser Journalisten, die Photos von Gurlitt beim Check-In am Münchener Lufthafen von einem NY-Times Reporter.
Besteht kein Interesse daran? Möchte man Rücksicht auf den betagten Herrn nehmen? Das heimische Persönlichkeitsrecht fällt eher weg, da man die Photos im Nachhinein von einer Agentur kaufte und veröffentlichte.
Man liest etwas über einen Zettel, der angeblich an seiner Wohnungstüre hing, worauf er im Hinblick auf seine Herzerkrankung darum bittet, daß man in in Ruhe läßt, und daß er sich in den nächsten Tagen zu Wort melden würde.
„Ich weiß gar nichts.“, soll er Journalisten gegenüber im Bezug auf die Bilder gesagt haben, und er schmunzelt und schweigt auf die Frage, wohin er fliegt, denn er ist andererseits auf dem Weg zum Arzt nach Würzburg und bald wieder zurück, teilte er den Journalisten mit. Ist das nicht niedlich? 3:0 für Cornelius in dem Spielchen :“Ich verar…Euch alle!“
Würzburg hat keinen Flughafen, und ist gerade einmal 280 km von München entfernt. Spätestens seit der Beckmann Auktion ist es Cornelius auch offiziell bekannt, daß einiges mit seinen geerbten Bilder nicht stimmen kann.
Erhielt er eine lukrative Einladung, um mit Mr. oder Mrs. Y über den Verbleib seiner Sammlung zu verhandeln oder eine Einladung von der Presse? An dieser Stelle wäre ein Schmunzeln auf eine solche Frage durchaus denkbar.
Von einem Rechtsanwalt las ich, daß der Staat womöglich auf Zeit spielte, damit diesem das Erbe Gurlitts zufiel, was im Anbetracht der bestehenden Verwandtschaft in meine Augen völliger Mumpitz ist, und so wie man „Ekki-Herzchen“ im Daily#Fail Interview las, wird der mit Sicherheit seinen Teil des Erbes, insofern er erben würde, kaum ausschlagen. „Dirty Money“ hin oder her.

 

„Zeig her Deine Bilder, zeig her die geraubte Kunst“ Update 12.11.2013 
25 Bilder aus der beschlagnahmten Sammlung, wurden heute unter dem Durck der gesamten Weltöffentlichkeit via „Lost-Art“ veröffentlicht, woraufhin der Server mehrfach wegen Überlastung nicht zugänglich war. Es besteht also ein massives Interesse daran!
Einige Bilder sind lt. Provenienz aus der Sammlung Glaser, was doppelt tragisch ist, da diese entweder zwangsverkauft/versteigert worden sind, oder Hildebrand Gurlitt kaufte diese zu einem Spottpreis seinen Hinterbliebenen ab, da Glaser seinen „Verfolgungstatus“ verloren hatte, und der Witwe nichts anderes übrig blieb als der Verkauf, um Ihr tägliches Leben bestreiten zu können.

 

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Vater und Sohn Gurlitt ein verlogenes Pack

Hildebrand Gurlitt
Das arme Harscherl, das zwangsweise den Beruf vom Direktor zum lukrativen Galeristen wechseln mußte, war immerhin Vierteljude, der seinesgleichen selbstlos die Gemälde zum Verkauf vor den Abtransporten abknöpfte, und Ihnen dann wenn überhaupt 10 RM dafür zusandte, lebte in ständiger Angst vor Denunziation, Zwangsarbeit und Mischlingsbatalion, auch wenn seine Tochter Benita keine Traumatisierung erkennen konnte, und Ihn als glücklichen Menschen beschrieb.
Die zwei Jahre Paris waren ganz normale Kunsthändler Tätigkeiten, die Nazis zeigten ihm bunte Bildchen, die sie gern hätten, und so zog er los.
Nie hat er mit Privatpersonen gehandelt, alles ist ihm freiwillig angeboten worden. Es wurde kein irgendwie gearteter Druck ausgeübt.
Wozu auch? Die Drecksarbeit wurde anderen überlassen!
Die Depots des Einsatzstabes Reichsleiter Rosenberg, der Kunst in besetzten Gebieten zusammenraffte, hat er nie betreten. Er hat damit nichts zu tun gehabt.
Wie er hörte, wurden die Schätze aus jüdischem Besitz in Frankreich auf Grund eines Gesetzes beschlagnahmt, aber er hat sie nie mit eigenen Augen gesehen. Nein, natürlich hat er „die“ (sie), die das beschlagnahmt haben nie gesehen.
Wozu auch?
Er konnte Göbbels doch den ganzen lukrativen Krempel nachher für einen „Appel und ein lächerliches Devisen-Ei“ abkaufen.
Der Liebermann, der Rosenberg geraubt worden ist, den erbte er so seine offizielle Version für das „Ich verarsche mit Vorliebe Behörden Spiel“ von seinem Vater.
Von seinem Vater?
Das ist ein interessanter Aspekt, denn dem stand im Gegensatz zum Sohnemann das finanzielle Wasser ab 1929 bis zum Halse, wie dieser in seinen Briefen an seine Schwägerin Mary in München und seine Schwester ausführlich 1929-1931 von Dresden aus beschrieb.
1929 fehlte dem Vater Hildebrand Gurlitts das Geld für einen Besuch der Schwägerin in München, die ihn eingeladen hatte.
1931 stellte er eine Fahrt in Schwarzwald in Frage, weil er nicht weiß, ob das Geld reicht, er beschwerte sich bei seiner Schwägerin, dass man als Hausbesitzer als wohlhabender Mann gelte, was er schon lange nicht mehr ist, und 1932 teilte er seiner Schwester mit, dass er für eine Erholungsurlaub in Kassel seine Medaillen „verklopfen“ musste.
Und dieser Vater, der sich so gut wie nichts mehr leisten konnte, vererbte seinem Sohn, der Kunsthändler war, einen Liebermann!

 

Gut gelogen!
Gehe direkt über los, ziehe 4000 Schweizer Franken ein, und spiele eine weitere Runde „Behörden verarschen“, und ziehe eine Ereigniskarte.
„Wiedergutmachungsbehörde“
Wir haben alles verloren!
Es ist alles verbrannt!
Wir haben nichts mehr!
Wir wissen nichts!
Winke dabei mit der weißen Weste, die Dir die Allierten für Deine Lügen geschenkt haben, wenn das nicht hilft spiele die „Vierteljuden-Karte“, schon hat Dr. Gurlitt von und zu Lügenbold in Düsseldorf wieder einen angesehenen neuen Job, und steuert einige Bilder für eine tolle internationale Ausstellung aus „seiner“ Sammlung bei.
Er wollte doch nur die Kunst schützen! Es ist doch alles verbrannt!
(mehr dazu auch hier: https://futterschnute.wordpress.com/2013/11/06/die-kunsthandler-der-nazis-die-gurlitt-sippe/)

 

Cornelius Gurlitt zog in den 60iger Jahren in ein standesgemäß schickes 80m2 Appartment nach München, Schwabing.
Die „Erbe-Privatbesitz-Auktionskarte“ hatte ihm sein Vater mit seinem Tode vermacht, warum sollten Auktionshäuser auch auf ein solches für beide Seiten einträgliches Geschäft auch verzichten, die Schwester ist Kunsthistorikerin geworden, und mit der abgebrochenen Ausbildung als Restaurator garantierte man exquisite Kunst ohne „Restitutionsgefahr“.
Das Mitleid des bevorzugten Auktionshauses auch im Hinblick auf weitere nicht mehr erfolgende Verkäufe ist ver$tändlich. Man muß sich mal vorstellen, der arme herzkranke Mann hat och nicht einmal einen Anwalt! Er möchte das wohl lieber selbst regeln, und tippte am Montag einen Brief an den Spiegel, in dem er drohend die „Vierteljuden-Karte“ ausspielte, nachdem er aufgeflogen war.
Die gehobene „Von und zu Lügenbold“ Karte hatte er bereits bei der Beschlagnahmung seines „Schatzes ausgespielt, denn im Anbetracht, der Kunst die bereits bei seine Verwandtschaft hängt und der Größe, ist es nicht möglich, daß sein Erbe an den Staat fällt.
Am Samstag wurde der betagte ältere Herr adrett im Kaschmirmantel gekleidet aufgespürt, und antwortete kryptisch mit zitternden Stimme und sowohl wut.-als auch angsterfüllten Augen, daß
„Eine Zustimmung, die von der falschen Seite kommt, wäre das Schlimmste, was passieren könnte.“

 

 
Zustimmung? Von Wem? Zu Was?
Den Journalisten zu einem Interview?
Der Zustimmung zum Verkauf/Rückgabe des Erbes an die rechtmäßigen Besitzer?

 

 
Das Schlimmste?
Die ergaunerte Kunst, sein Erbe, wird den rechtmäßigen Besitzern zurückgegeben. Die wertvolle Sammlung, die er sein ganzes Leben lang zusammengehalten hat, wird in alle Himmelsrichtungen verstreut.
Die stets stolz von allen Familienmitgliedern getragene „weiße Weste“ ist ein für alle mal VERBRANNT!

 

                                               
             „Ick kann jar nich soville fressen, wie ick kotzen möchte.“ Max Liebermann

 

 

Die Kunsthändler der Nazis … die Gurlitt-Sippe

Man tauschte im Auftrag der Nazis, kaufte Ertauschtes ab, beschlagnahmte und raubte im Auftrag der Nazis und ganz zum Schluß „rettet“ man völlig selbstlos die „unwerte“ Kunst vor den Bombenangriffen aus den Berliner Depots.

 

Der „kleinste“ gemeinsame Nenner nach dem Krieg?

Wir haben alles verloren!
Es ist alles verbrannt!
Wir haben nichts mehr!
Wir wissen nichts!

 

2007 verstarb der einzige Sohn des Nazi-Kunsthändlers B. Böhmer.
Dr. Meike Hoffmann wandte sich an die Erben, um Einblick in den Nachlaß zu erhalten, welchen sie daraufhin umfangreich erhielt.
Sie erfuhr wie die Nazi-Kunsthändler damals im Krieg und bis heute noch eine goldenen Nase verdient haben, und warum deren Erben auch heute noch sehr gut aus dem Nachlaß leben können., wie das brandaktuelle Beispiel Cornelius Gurlitt zeigt.
Böhmer war nicht nur Kunsthändler und Bildhauer, ihm gelang sogar etwas unglaubliches. Er erschuf eine echten Phoenix aus der Asche, in dem in seinem Nachlaß Bilder auftauchten, die die Nazis verbrannt hatten.
Und nach dem Zweiten Weltkrieg hatte sich die Spur des Gemäldes „Roter Turm I“ verloren, es galt als verschollen, bis es im Frühjahr 2006 bei einer Auktion von Hauswedell & Nolte in Hamburg auftauchte.
So ein Zufall aber auch, das war doch schon immer der „Haus und Hofauktionator“ Böhmers gewesen, und das ist beinahe des Ende vom Lied Böhmers, in dessen Nachlaß sich ebenfalls sehr viele Hinweise auf Privatverkäufe finden.

 

Die Gurlitt-Sippe
Der „kleinste“gemeinsame Nazi-Nenner?
Martin Bormann
Reichsleiter im Rang eines Reichsministers. Chef der Parteikanzlei (1941) und Privatsekretär Hitlers (1943).
Er verwaltete Hitlers persönliche Finanzen und die des Sonderauftrag Linz.

 

Wolfgang Gurlitt war Inhaber einer von seinem Vater vererbten Kunstgalerie in Berlin, die u.a. auch mit der frisch geraubten Kunst handelte.
Er siedelte 1937 nach Schließung der Galerie mit Sack, Pack, Ex-Frau und Ehefrau nach Bad Aussee in Österreich um , wo sich „zufälligerweise“ auch die Auslagerungs- und Verlagerungsorte des geraubten Kulturgutes für das Führermuseum Linz befanden, für das er beauftragt vom Nazi Voss kaufen, tauschen und rauben durfte.
Er erhielt obendrauf nach dem Krieg erst einmal Restitutionsleistungen,
und verschacherte 1953 den wohl größten und einfach unverkäuflichen 1937 erworbenen Negativbestand aus seiner ehemaligen Galerie an die Stadt Linz, die ihm dafür vertraglich vereinbart ein Museum widmete.
Es war und blieb bis zu seinem Tode Galerist in München, und wieviele geraubte Bilder unter dem Ladentisch verkauft worden sein müssen, wie die verschollenen Dix Aquarelle zeigen, die aus purem Zufall 2011 bei einer Familie gefunden wurden, die gerade einmal 45 Minuten von München entfernt lebt, ist und bleibt wohl ein Familiengeheimniss.

 

Sein Cousin Hildebrand Gurlitt stand ihm in nichts nach.
1943 wurde er durch Hermann Voss zu dessen akkreditierten Ankäufer für Linz in Paris einhergehend mit einem sta(a)ttlichen Jahresgehalt von 200.000 RM ernannt.
Ein Gehalt, mit dem das das eine oder andere Kunstwerk auch für den eigenen sammelnden Bedarf kaufen konnte.
Das Otto Dix Selbstportrait tauchte wahrscheinlich deshalb noch nirgends auf, weil Dix 1933 in Dresden arbeitslos wurde, und durch den Verkauf des Portrait an Gurlitt, den er selbst gut kannte, mit dem er in derselben Stadt lebte, einen Teil seines täglichen Bedarf deckten konnte.
Wenn man an dieser Stelle mal animmt, dass alles halbwegs rechtens erworben wurde.
Völlig selbstlos half er Sprengel beim Aufbau seiner Sammlung , in dem er selbst „gekauftes“ an Sprengel weiterverkaufte.
Er schien eine Art „Industriellen-Spezie“ in dieser Zeit gewesen zu sein, – wie man in München sagen würde-, was auch ein Brief seines Vaters verdeutlicht, in dem „Hildebrand … und dessen Kuriosum mit dem Fabrikanten Kirchbach“ im Dezember 1933 erwähnt wird.
Im Oktober 2013 wurde bekannt, dass der private Nachlass El Lissitzkys und seiner Frau Sophie von dem Sohn Jen Lissitzky dem Sprengel Museum Hannover überlassen wird.
Lissitzky?
War da nicht auch etwas in München?
Wo der Cousin Galerist war, und der Sohn Cornelius seit den 60iger Jahren lebt?
Das Bild „Sumpflegende“ von Paul Klee, verramscht als entartetet Kunst landete es von Hannover aus in München.
Wie heißt es noch gleich?
Man erkennt seine Schweine am Gang!
Oder auch:
Es ist alles verbrannt!
Wir haben nichts mehr!
Sehr seltsam, denn es wurde doch hochoffiziell während des Krieges dort eingelagert, wo definitiv nicht gebombt wurde, wie eine Liste von Kunstwerken aus der Neuen Residenz, Bamberg.- Sammlung Gurlitt, Hamburg zeigt, die in Wiesbaden nach Kriegsende dokumentiert wurde.

 

Pervers ist und bleibt, dass sich alle Händler ausnahmslos als Retter der Kunst ansahen, und noch perverser ist, dass Hildebrand Gurlitt auch noch aufgrund seiner „vierteljüdischen“ Herkunft so ungeschoren davon kam, dass die Stadt Düsseldorf sogar eine Straße nach ihm benannte.

 

Hildebrand starb 1956 bei einem Verkehrsunfall, und sein Sohn Cornelius scheint neben den geraubten Bildern des Vaters auch dessen Kunstverstand und die Leidenschaft zum Handel geerbt zu haben.
Denn die im Februar 2012 in seiner Münchener Wohnung gefundenen 1285 ungerahmten und 121 gerahmten Bilder, die teilweise als verschollen galten, wurden einwandfrei von ihm aufbewahrt.
Und wenn das Geld mal wieder knapp wurde, wurde halt das ein oder andere gute Stück aus der „verbrannten“ Sammlung des Vaters verscherbelt, entweder früher in der Münchener Galerie Gurlitt oder man ließ einfach die alten Geschäftsbeziehungen wieder aufleben, denn wenn ein Gurlitt mit einem Bild unter dem Arm in ein Auktionshaus kommt, kann man auf eine großartige Expertise getrost verzichten.
Man weiß genau, woher die Bilder stammen, und die Familie bestens darüber informiert ist, welche Bilder man ohne „Restitutionsgefahr“ verkaufen kann oder auch nicht.
Warum sollte man als Auktionshaus auch auf ein solches für beide Seiten einträgliches Geschäft auch verzichten.

 

Das Auktionshaus
1939 führte Lempertz in Köln die Versteigerung der Kunstsammlung Walter Westfeld durch, der nach Auschwitz deportiert und dort ermordet wurde.
Das Kunst-Auktionshaus Math. Lempertz, Köln gab nach dem Krieg Aussagen und Erklärungen von Händlern und Verkäufern 1942-1947 ab, und damit war dieses Kapitel abgeschlossen.

 

Ab dato heißt es: Provenienz „aus Privatbesitz“
Wenn …
da nicht eines der 1937 zwangsversteigerten Werke aus der Sammlung Max Stern sowohl 1977 als auch 1996 bei Lempertz aufgerufen wurden, ohne daß das Auktionshaus auf die Vorgeschichte hingewiesen hätte.
Wenn …
da nicht in den 1970er Jahren 20 bis 30 Kunstwerke im Wert von einer Million DM aus dem Besitz Albert Speers mit der anonymen Provenienzangabe „aus Privatbesitz“ versteigert worden wäre, und Speer sich seit Ende der 1970er Jahre mit Vertretern des Auktionshauses Lempertz getroffen hatte, um die Erlöse von aus seiner ehemaligen Sammlung versteigerten Gemälden entgegenzunehmen – ohne Quittung!
Wenn …
Cornelius Gurlitt nicht mit einem Beckmann unter dem Arm  anno 2011 vorbeigekommen wäre.
Und ich möchte beim Auktionshaus Lempertz nicht wissen, wieviel Dreck die am Stecken haben, da es ist schon sehr merkwürdig, daß man die Kataloge der alten Maler etc. online abrufen kann, aber Moderne Kunst etc. ist nicht abrufbar!

 

Das Institut
Zum 1. Januar 2003 wurde am Kunsthistorischen Institut der Freien Universität Berlin ein zunächst bis Dezember 2012 befristetes Forschungsprojekt „Entartete Kunst“ ins Leben gerufen, in dem seit dem Frühjahr 2012 insgesamt sechs Personen in diesem Forschungsprojekt tätig sind, und der Fund durch die Razzia bei Cornelius Gurlitt im selben Jahr dürfte den Bestand des Projektes bis zum Sankt Nimmerleinstag für alle daran Beschäftigten sichern.
An diesem Institut war auch Andreas Hünneke zu finden, der lt. der Dissertation von Gesa Jeuthe ebenfalls die Meinung vertritt, daß die Händler aufopferungsvoll nur retten wollten, und die Kunsthistorikerin Hoffmann kann nicht sagen, „bei wie vielen Werke es sich um in der ‚Lost Art‘-Datenbank registrierte Werke handelt.
Man arbeitet nicht mit Lost Art zusammen.
Das klingt einleuchtend, wozu sollte man auch auf eine bereits existierende hervorragend gepflegte Datenbank zurückgreifen.
Die gröbste Durchsicht von 500 beschlagnahmten Exponaten dauerte lediglich 1,5 Jahre.
Das heißt dann: die komplette gröbste Durchsicht dauert grob geschätzt fünf Jahre, worauf die eingehende Durchsicht folgt.
Daß u.a. „Lost-Art“ u.U. den Untersuchungszeitraum, den man braucht, erheblich beschleunigen kann, möchte man dann doch lieber nicht, und vertrödelt wertvolle Zeit bis zum St. Nimmerlein, an dem die geraubte Kunst zurückgegeben werden kann.
1935 lieferte Adeline Hinrichsen Courbets „Felsige Landschaft“ in das Auktionshaus Paul Graupe zur Versteigerung ein.
Auf der am 12.10.1935 durchgeführten Sammelversteigerung wurde das Bild für 3.000 RM verkauft.
1936 flohen Hinrichsen Söhne, und es ist einmal mehr davon auszugehen, dass der Verkaufserlös wichtig war, um das tägliche Leben des Herrn Hinrichsen als auch die Flucht der Söhne zu finanzieren. Und somit wäre Gurlitt als späterer Eigentümer des Bildes zur Restitution verpflichtet gewesen, da man in Bamberg u.a.
„Courbet, Gustave
Landscape With Rocks
Painting“ fand und beschlagnahmte.
Doch war war geschehen?
Es ist alles verbrannt! Wir haben nichts mehr!
Ein Abgleich mit der Bamberger Gurlitt-Liste und „Lost-Art“ wäre kein Problem gewesen, nur wozu die Eile?

 

Frage: auch hier ein Heiligenschein für die Händler seitens des Instituts?
So wird auch die nächsten jüdische Generation ein weiteres Mal beraubt.
Und das ist was?
MEINE MEINUNG: !ASOZIAL!

 

Der Focus-Artikel
Eigentlich war es ein Geheimprojekt, doch möglicherweise findet sich im Artikel selbst ein Hinweis, woher das Magazin die geheimen Informationen hatte, da nach Focus-Informationen für mindestens 200 Werke offizielle Suchmeldungen früherer Eigentümer vorliegen, die ihre Schätze unter den Nationalsozialisten verloren hatten.
In der Pressekonferenz wurde das als Quatsch „abgetan“, man wüßte nicht woher das kommt, was einleuchtend ist, da Fr. Dr. Hoffmann die „Lost-Art“ Datenbank bekanntlich nicht nutzt.
Es war klar, daß erheblicher Druck aufgebaut wird, wenn das öffentlich wird, aber genau das, kann die Sache nun beschleunigen, und die Kunstwerke müssen zurückgegeben werden.

 

Bin ich die einzige, der gestern in der Pressekonferenz aufgefallen ist, dass die Frage, ob Cornelius Gurlitt überhaupt noch lebt, nicht beantwortet worden ist?

 

Dies&Das zum Wochenende Vol. 7

Trashtalkwochen im deutschen Politfernsehen
Frau Sass und Frau Bruhns sind dank Jauch und Lanz die neuen Feindbilder unserer FeMISTinnen.
Ehre wem Ehre gebührt!
Gratulation, den Damen!

 

Eine trashige Medienhure?**
Bis zur Bekanntgabe der Nominierungen war mir nicht bekannt, daß auch ein sehr anerkannter deutscher Medienpreis umschulen kann.

 

„Die Nominierungskommission ist nicht in diesem Jahr zeitgeistig verlottert, sondern sie setzt – wie immer — auf eine ernsthafte Auseinandersetzung.“ meint Herr Kamman dazu.
Das klingt interessant die Jury darf sich nun folglich ernsthaft mit Trash also MÜLL auseinandersetzen.
Einen Preis für Onkel Restmüll, einen für Tante Biotonne, hier noch einen für den netten Doku-Nachbarn Altpapier, und zu guter Letzt noch einen für das junge Nachwuchstalent mit dem Puderzucker an der Nase pardon dem Hals an der Flasche.
Da hat er Kamman natürlich recht, Mülltrennung ist wichtig!

 

„In der Unterhaltung ist einiges, was gegen den Strich gebürstet ist“, sagte der Direktor des Grimme-Instituts, und so wurden besonders gelungene oder innovative Sendungen wie das allseits bekannte Dschungelkamp nominiert.
Frau Sass meinte dazu in einem Fachgespräch mit einem Dschungelkönig:
„Das ist unglaublich sich hier hinzusetzen und zu sagen: „Ich gehe erhobenen Hauptes raus! Ich fresse Schwänze aber mit erhobenen Hauptes.“
Ein Unfug ist das alles! Wir müssen nicht über Dschungel reden, wir müssen nicht. Wie blöd muß man denn sein? Wie weit sind wir denn langsam?“

 

Was droht nun den bereits mit Grimmepreisen ausgezeichneten Schauspielern?
Ein wohliges Bad in Fischabfällen oder ein perfektes Kakerlaken Dinner?
Was wird im kommenden Jahr innovativ sein? Der Promi-Frauentausch oder Shoppingqueen Lodda?
Sarah Dingens und diese Porno-Tusse vom Bachelor wären bestimmt entzückende Moderatorinnen für die Gala, und Mikaela Schäfer kündigt hüpfend in einer Ihrer Nackt-Performances als Nummergirl die nominierten an.
Denkt man bereits über einen Umzug des Spektakels nach Berlin nach?
Denn das Dschungelkamp adäquat heiße Pflaster Berlins macht mit seinen Drogen auch vor Jungschauspielern nicht halt.
Wilzon G. Ochsenknecht, Sohn des im letzten Jahr nominierten Schauspielers Uwe, wäre besser in München geblieben, dann hätte er auf Koks nicht seinen Führerschein verloren.
Man stelle sich vor der Kleine entwickelt sich zu einem Willi Herren.

 

Jenny Elvers-Elbertzhagen ist vorsichtshalber schon aus Berlin „geflohen“, und gesteht,dass sie sich zu Tode trinken wollte, aber verzichtet nun auf den Alkohol aber ohne die Schlaftabletten geht es nicht.

 

Futterschnutes Vorschlag zur Güte: Umzug nach Texas!

 

Um es genauer zu sagen nach Dallas
„Lucy war der Traum meiner Teenager-Nächte, und schaut jetzt aus wie meine Oma!“*, sie kann sich dann mit der hervorragend konservierten Sue Ellen, aufopfernd um das Drogenkonsum geplagte Schauspiel-Milleu kümmern, und Neu-Öko Bobby erklärt den Fleischfressern die Bedeutung veganer Ernährung.

 

Honey, it is Bourbon time! Cheers!

 

*Twitterfundstück

 

**Pstt: Mal so eine Frage am Rande, was kostet so eine Nominierung? Kann man das wie eine Wetterlage kaufen? Welches Haluzinogen hat Euch auf diesen Nominierungstrip gebracht?

 

Das hinterfotzige Dirndl

UPDATE: bitte auch lesen: „Die hinterfotzige Gefolgschaft“ 

https://futterschnute.wordpress.com/2013/02/05/eine-hinterfotzige-gefolgschaft/

und „Weg mit dem Dreck #Aufschrei“ 

https://futterschnute.wordpress.com/2013/01/27/weg-mit-dem-dreck-aufschrei/

Es ist Mitternacht, der Alte hat kräftig einen im Tee, das Herz auf der Zunge, und ein kleines Sternchen sieht nun endlich Ihre Chance gekommen, dem alten besoffenen Sack, die ein oder andere Schlagzeile zu entlocken.

 

Also nichts wie ran an den Speck, aber der Opa mit Handkuß spuckt einfach nichts Verwertbares außer weinseeligem Testosteron aus, und findet, dass sie ein Dirndl ganz gut ausfüllen kann und möchte Ihr eine Tanzkarte schenken, aber darüber kann sie wohl kaum schreiben, und bei Germanys Topmodel wird sie mit so einer Empfehlung auch nicht genommen, und wie sie nun Ihrem Chef die Spesen erklären soll, weiß sie auch noch nicht so genau.

 

So weit so schlecht lief der Abend für Sie.
Ein gutes Jahr später sieht sie endlich Ihre Chance gekommen, denn der Alte ist mittlerweile an der Spitze, und so kramt Sie die Dirndl-Geschichte wieder hervor.
Ihr Chef st geradezu aus dem Häuschen, denn endlich hat sein Sternchen Ihren ersten genialen Einfall gehabt. Die Klischee-Auflage wird brillant sein, also nichts wie raus damit.
Kaum gedruckt schon quakt die Oberemanze Alice ebenfalls lauthals: Er ist ab sofort ein Mann von gestern. Jawoll! Die Alice hat gesprochen!, und Tante Andrea –so eine Art JournalistINNEN Oberguru- schickt die „bösen, sexistischen Onkel“ erst einmal ins Erziehungscamp, damit sie professionelle Distanz erlernen können, das soll dann auch gleichzeitig die Qualität der Berichterstattung verbessern.

 

SIE (weiblicher attraktiver, junger Hüpfer) rückt IHM (alt und sichtbar angetrunken) um Mitternacht an der Bar auf den Pelz, und erwartete allen Ernstes ein qualitativ hochwertiges Interview?

 

Ich stelle fest: mehr Klischee ist schon gar nicht mehr möglich, weniger Distanz und Qualität Ihrerseits ebenfalls nicht.
Kurz und knapp: Das ist an Hinterfotzigkeit nicht zu überbieten!

 

Heute morgen schaue ich auf Twitter und sehe einen #Aufschrei. Ganz viele Frauen posten ihre hässlichen Erlebnisse mit Testoteron gesteuerten Schwanzträgern und jeder bekommt dabei sein zu recht fett weg.

 

Der Chef, Ex-Freund, der Nachbar, eine Zufallsbekanntschaft in der Discothek und und und
Nur ist das etwas völlig anderes, und ich finde es schade, daß es ausgerechnet durch einen derart dämlichen Artikel vom Sternchen dazu gekommen ist!

 

UPDATE: bitte auch lesen: „Die hinterfotzige Gefolgschaft“ 

https://futterschnute.wordpress.com/2013/02/05/eine-hinterfotzige-gefolgschaft/

und „Weg mit dem Dreck #Aufschrei“ 

https://futterschnute.wordpress.com/2013/01/27/weg-mit-dem-dreck-aufschrei/

 

PS:
Es ist Mitternacht, Geli und Thommy sitzen an der Bar und haben bereits den ein oder anderen Cocktail intus. „Hast Du den geilen Arsch da drüben gesehen? Der sollte mal besser eine knackige Jeans statt der langweiligen Anzughosen tragen!“ philosophiert Geli, die beruflich erfolgreiche Politkerin. „Das stimmt!“ pflichtet Ihr Thommy der bekannte Journalist bei. „Nehmen wir noch einen Schlummertrunk, und melde Dich doch mal morgen im Büro bei meiner Sekretärin, damit wir einen Interviewtermin vereinbaren können. Cheers!“.

 

Das ist ein ganz normales sexistisches Frauengespräch um Mitternacht, fern jedweder Veröffentlichung a la „Geli steht auf Knackärsche in Jeans“.